14. November 2011, NZZexecutive
«Vielfalt der Designlandschaft ist beachtlich»
Der Stellenwert von Design soll höher werden.

Egon Babst ist gelernter Möbelschreiner und Innenarchitekt, ehemaliger Mitinhaber und Geschäftsleiter Wellis AG und Gründer der Trägerschaft Luzern Design.
Andy Waldis
Egon Babst, Sie sind Präsident des Vereins Luzern Design. Was sind Ihre Zielsetzungen, und wer ist bei Ihnen Mitglied?
Egon Babst: Die Trägerschaft Luzern Design will den Stellenwert der Gestaltung für Luzern und die Zentralschweiz stärken. Die Vielfalt der Designlandschaft mitten in der Schweiz ist beachtlich. Diese Leistungen wollen wir weitherum bekannt machen. Unsere Mitglieder sind Firmen, Schulen, aber auch Einzelpersonen.
Luzern ist schon Tourismusstadt, Musikstadt usw. Soll sie jetzt auch noch zur Designstadt werden?
Natürlich wäre das langfristig ein grosser Erfolg, aber mit Luzern Design möchten wir in einer ersten Phase den wirtschaftlichen Erfolg mit Designprodukten und -ideen (made in der Zentralschweiz) bewusst machen. In unserem «Fundus» sind rund 500 Unternehmen und Personen, die mit Design bereits heute erfolgreich sind. Weiter möchten wir das Thema Design mit verschiedenen Projekten einer interessierten, breiten Bevölkerung näherbringen.
Sie haben sich die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region auf die Fahne geschrieben. Welche Mittel setzen Sie dazu ein?
Ein Beispiel ist unser Forschungsprojekt «Eventpavillon», das wir mit der Hochschule Luzern und rund 15 Wirtschaftspartnern im Frühjahr 2011 gestartet haben. Dieses Projekt deckt vom Design, der Materialisierung bis zum Betriebs- und Marketingkonzept eine umfassende Spannweite ab.
Sie möchten eine «nationale Plattform für Design mit internationaler Ausstrahlung» schaffen. Was soll diese bewirken?
Wir sind natürlich bestrebt, dass wir es schaffen, mit unseren Projekten und kommenden Ausstellungen Zeichen zu setzen, die eine nationale und internationale Ausstrahlung haben. Das kann auch heissen, dass wir gemeinsame Veranstaltungen mit internationaler Beteiligung realisieren.
Gibt es Beispiele von Projekten, die Sie bereits in Zusammenarbeit mit Ihren Partnern beziehungsweise Mitgliedern realisiert haben?
Im Kurszentrum Ballenberg wurde im Sommer während einer Woche das «Designcamp» durchgeführt, wo 16 Jugendliche aus der Zentralschweiz teilgenommen haben. Unser wichtigstes Projekt ist der erwähnte «Eventpavillon», wo wir am Symposium erste Ergebnisse präsentieren können. Ein wichtiger Anlass ist natürlich unser erstes Symposium vom 23. November, wo wir Vertreter der Wirtschaft, der Politik und designorientierte Personen für den Stellenwert des Designs sensibilisieren möchten.
Bieten Sie auch Hilfestellung für in gestalterischen Berufen tätige Arbeitnehmer, zum Beispiel bei der Stellensuche, Weiterbildung usw.?
Mit unserem Designcamp für Lehrlinge haben wir versucht, junge Leute in ihrer Berufswahl zu unterstützen. Wir sind keine Stellenvermittler, versuchen aber z. B. mit der Höheren Fachschule für Technik und Gestaltung (HFTG) in Zug, die einen neuen Lehrgang entwickelt, Jugendliche für Weiterbildungen in gestalterischen Berufen zu sensibilisieren.
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Senior Entwicklungs-ingenieur
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